Freitag, 25. November 2011
Schönes Wochenende!
Hallo Ihr Lieben! Was habt Ihr dieses Wochenende vor? Backt ihr schon Plätzchen? Steht der erste Weihnachtsmarktbesuch an? Wir gehen heute Abend zur langen Nacht der Wissenschaft nach Jena*, eine Veranstaltung der Uni, die sich über die ganze Stadt verteilt und wo man den ganzen Abend coole Experimente und wissenschaftliche Ausstellungen ansehen und interessante Vorträge anhören kann (Nerd-Highfive?). Und morgen werden wir tagsüber zu IKEA und am Abend zum Konzert von Bombay Bicycle Club nach Dresden fahren! Klingt nach einem perfekten Wochenende, oder? Ich wünsche Euch allen ein klasse Wochenende und einen gemütlichen ersten Advent! Hier sind die Links der Woche:
Süße Backideen für Weihnachten!
The nicest place on the internet.
Mmmh, selbstgemachtes Karamell.
So süß: DIY Peter-Pan-Kragen.
Le-Tan Milk Bags (gibt's hier).
Aufgepasst Ladies, das ist wirklich clever.
Suit up! :-)
Diese kleinen Kerle sind gerade auf dem Weg zu mir (hurra!).
Oh, ich möchte wirklich dieses Unterwassermuseum in Cancun, Mexico sehen!
(Foto von Lukes Beard)
* Ein paar Worte unter uns. In eigener Sache möchte ich euch ein paar Dinge über die Stadt sagen, in der ich studiert habe, in der ich arbeite und die ich sehr lieb gewonnen habe: Vielleicht habt ihr von Jena in letzter Zeit im Zusammenhang mit sehr traurigen Ereignissen gehört oder gelesen. Wir alle bedauern sehr, was geschehen ist. Ich möchte Euch aber wissen lassen, dass Jena eigentlich eine hübsche, ruhige, kleine und verträumte Studentenstadt ist, in der ich jedenfalls all die 5 Jahre, die ich dort studiert habe keinerlei Fremdenhass mitbekommen habe. Es ist eine Stadt, die durchweg von Studenten und Akademikern dominiert wird (mehr als ein Viertel der Einwohner sind Studenten!), durch deren Straßen man auch nachts allein laufen kann, ohne dass man Angst haben müsste. Die Menschen sind nett da. Wirklich. Leider hatte ich in letzter Zeit den Eindruck, dass die Medien die Stadt in ein falsches Licht stellen und das hat Jena einfach nicht verdient. Es ist vielleicht eine verschlafene Stadt, in der nicht grad viel los ist, die nicht sonderlich hip oder cool ist, die sich mehr durch Wissenschaft, Wirtschaft und ein tolles Wandergebiet auszeichnet, aber sie ist keinesfalls fremdenfeindlich. Das sind allerhöchstens Einzelpersonen, kleine Gruppen, die es wohl in jeder Stadt gibt, aber die hier nicht in Erscheinung treten (oder nicht mehr?).
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6 Kommentare:
Hallo Nora! Ich kenne Jena nicht, wie wahrscheinlich ein Großteil der Leser hier. Aber ich glaube dir, dass der Stadt gerade unrecht getan wird. Es passiert in den Medien immer sehr leicht, dass Dinge (vielleicht sogar unabsichtlich) in einen falschen Zusammenhang gestellt oder schlichtweg übertrieben dargestellt werden. Vielleicht wird auch eine Transferleistung von den Lesern erwartet, die diese in der Regel nicht leisten können... Dortmund zum Beispiel (wo ich lebe) steht auch immer wieder im Zusammenhang mit nationalsozialistischen Aktivitäten in der Presse. Da bekommt man den Eindruck, dass hier alle rechts sind, was bei weitem nicht der Fall ist! Man darf so etwas natürlich nicht verharmlosen, aber häufig fehlt es eben auch an der nötigen Differenzierung. Viel Spaß bei Eurem Wisenschaftsabend, das stelle ich mir durchaus spaßig vor :)! Liebe Grüße, Fee
Liebe Nora, liebe Fee,
ich verstehe euer Ärgerniss über die Darstellung eurer Städte und diese Verallgemeinerungen wie z.B. "brauner Osten" etc. Ich möchte nur zu Bedenken geben, dass diese Aussagen nicht von Ungefährt kommen, die Zeit hat hier z.B. schon länger eine Übersicht von Deutschland mit der Verteilung rassistisch motivierter Morde online - die Karte spricht für sich. Man denke an Solingen oder die No-Go-Areas im Osten (teil haben dort die Unis selbst dafür plädiert, keine Erasmus-Studenten aus südlichen Gefilden mehr zu ihnen zu schicken, weil sie nicht für ihre Sicherheit garantieren können! (auch Zeit)) Und als Tocher einer Deutschen und eines Arabers wollte ich noch hinzufügen, dass es der Alltagsrassismus ist, der ganze ohne körperliche Gewalt täglich stattfindet und den Menschen in meinem Umfeld ohne 'sichtbaren' Migrationshintergrund so gar nicht kennen. Aber ich eben schon. Und ich merke die Unterschiede ob ich in Frankfurt oder Hamburg unterwegs bin, oder wie letztens in Chemnitz.. das ist leider so. Viele Grüße aus Frankfurt, lizzy.
Hallo Lizzy!
Vielen Dank für Deinen Kommentar. Es tut mir leid, dass Du in Chemnitz schlechte Erfahrungen gemacht hast. Leider war ich noch nie in Chemnitz und kann nicht beurteilen, wie tolerant dort die Menschen im Vergleich zu anderen Städten in Deutschland sind. Ich wollte allein für Jena sprechen und sagen, dass es sich dort definitiv anders verhält als es in den Medien dargestellt wurde. Wir haben auch viele Erasmus- und andere ausländische Studenten, die sich meines Wissens dort ganz wohl fühlen. Auch die Ausländer, die ich kenne, haben in Jena keine Erfahrung mit Fremdenfeindlichkeit gemacht. Dass es im Osten mehr Opfer von Fremdenfeindlichkeit gibt, hat nicht unbedingt etwas mit der Situation in Jena zu tun. Und nur dazu wollte ich mich an dieser Stelle äußern. Den Grad an Fremdenfeindlichkeit im gesamtdeutschen Raum zu beurteilen oder Statistiken hierzu auszuwerten, möchte und kann ich mir auch gar nicht anmaßen. Trotzdem finde ich es gut, dass Du Deine Meinung und Erfahrung geteilt hast. Es ist wirklich schade und traurig, dass für manche Leute die Herkunft eines Menschen eine Rolle spielt.
Liebe Grüße, Nora
Liebe Nora,
ja, du magst damit Recht haben, dass das nicht unbedingt für Jena gilt. Ich wollte auch eigentlich nur zu bedenken geben, dass es aus Sicht der Betroffenen selbst oft zu ganz anderen Wahrnehmnung kommt, die für viele so nicht sichtbar sind. Auch ohne Prügeleien etc.
Letztlich finde ich die Mediendarstellung auch problematisch, unter anderem weil sie z.B. völlig außer Acht lässt, dass es im Osten vielerlei anti-rassistischen Initiativen gibt, die tapfer 'an der Front' kämpfen (ganz toll ist "Storch Heinar", guck mal bei Gelegenheit). Und denen wurde das Geld durch unsere Regierung gekürzt.. naja.
Insofern sind wir nicht weit voneinander und ich finde es gut, dass du auf deinem Blog auch dazu was geschrieben hast.
Viele liebe Grüße, lizzy.
Hey nora,
ich glaube dir, dass es sich nicht toll anfühlt, wenn die Medien diese schöne Stadt teilweise so schlecht darstellen. Ich kenne Jena und war schon ein paar Mal dort, da meine Mama in der Nähe aufgewachsen ist und ich habe auch schon vor später einmal dort oder allgemein im osten zu studieren, da die Menschen dort richtig nett sind und einfach nur gutmütig.
Was hast du denn studierst?
Schönen Tag noch, Gruß Anna
Hallo Anna!
Vielen Danke für Deinen süßen Kommentar! Jena kann ich Dir als Studienort wärmstens empfehlen. Es ist alles nah beieinander, die Stadt ist wie ein großer Campus, die Bibo ist sehr schön, man ist schnell im Grünen und man kann auch ganz gut weggehen. Außerdem haben wir auch noch keine Studiengebühren. Nur die Wohnungssuche gestaltet sich enorm schwer, also kümmer dich rechtzeitig! Studiert habe ich Jura. Was möchtest Du denn studieren?
Liebe Grüße, Nora
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