Donnerstag, 20. Dezember 2012

WEIHNACHTSCOUNTDOWN: NOCH 4 TAGE!


In vier Tagen ist Weihnachten. Also lasst uns über Weihnachten reden. Hier sind ein paar Dinge über Weihnachten und Weihnachtsbräuche, die ihr vielleicht noch nicht wusstet.


Der Brauch des Weihnachtsbaums kommt aus Deutschland und verbreitete sich erst im 19. Jahrhundert auf der ganzen Welt - in Nordamerika durch deutsche Auswanderer, in England durch die deutschstammige Königin Viktoria. Jährlich werden allein in Deutschland etwa 29 Millionen Tannenbäume benötigt. Ein Zwei-Meter-Baum ist zwischen 8 und 12 Jahren alt. Früher wurde der Baum mit Äpfeln, Obladen, Puppen, Zucker und Metallplättchen geschmückt. 1611 wurden von Herzogin Dorothea Sybille von Schlesien angeblich die ersten Kerzen an einem Weihnachtsbaum angezündet.  Die ersten Christbaumkugeln wurden erst 1830 geblasen, Lametta wurde 1878 in Nürnberg entwickelt und soll an Eiszapfen erinnern. Bis ins 19. Jahrhundert wehrte sich die Kirche als größter Waldbesitzer gegen den "heidnischen" Brauch, übernahm ihn dann aber schließlich.


Die Weihnachtsgans geht auf die Martinsgans zurück, die vor Beginn der weihnachtlichen Fastenzeit (ja, die christliche Adventszeit ist eigentlich Fastenzeit) am 11.11. gegessen wird. Die Fastenzeit beginnt und endet sozusagen mit der Gans. Das ursprüngliche Weihnachtsessen war übrigens die Mettensau, die nach dem Weihnachtsmette (Messe) am 25.12. gegessen wurde. Der Heiligabend galt noch als strenger Fastentag, an dem nur Fisch gegessen werden durfte (daher der Weihnachtskarpfen) bzw. bei weiter Auslegung galt alles als Fisch, was sich auch am Wasser aufhielt (Krabben, Muscheln, Wale, Enten, Gänse usw.). Die einfacheren Leute, die sich kein Fisch leisten konnten, aßen eben Würstchen (daher die Wiener zum Heiligabend). Klingt, wenn man so drüber nachdenkt, weniger nach dem Fasten, was ich so kenne.


Ja, der Weihnachtsmann wurde von Coca Cola erfunden, wissen wir doch. Stimmt aber nicht so ganz! Der Weihnachtsmann geht u. a. auf den Heiligen Nikolaus zurück, dem Schutzpatron der Kinder, dessen Namenstag der 6.12. ist und vor der Reformation der allgemeine Bescherungstag war. In den katholischen Regionen Deutschlands und Österreichs und in der Schweiz bringt dagegen das Christkind ungesehen die Geschenke vorbei, was ganz praktisch ist, da man sich das Verkleiden als Weihnachtsmann sparen kann. In skandinavischen Ländern gab es seit jeher als Gabenbringer zur Winterszeit einen alten, bärtigen Mann in braunem Mantel, der mit einem Rentierschlitten fuhr und in Lappland wohnte, er brachte vor allem Nüsse und eine Rute als Fruchtbarkeitssymbol. Richtig ist allerdings, dass die von dem Schweden Haggon Sundblom geplante Werbekampagne für Coca Cola die rote Mantelfarbe bestimmte, die bis dahin nicht definiert war und das Bild des älteren, fröhlichen, dicken Mannes prägte.

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